Einen Lichtblick in den offenen Himmel gewährt uns das nächtliche Sternenzelt. Wie damals über dem göttlichen Kind in der Krippe strahlt der Glanz des Bethlehemsterns.
So kommt an Weihnachten der Himmel auf Erden: Gott wird Mensch. Die verheissene Prophezeiung «Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht» Jes 9,1) wird erfüllt mit der Geburt Jesu, der menschgewordenen Liebe Gottes, dem Hoffnungsstern und Friedenslicht der Welt.

So wünschen wir allen frohe und lichtvolle Weihnachten und ein gutes, neue Jahr mit vielen Sternstunden

Alois, Idda, Barbara, Marie-Therese, Clemens, Brigitte

Zu unserem Weihnachtsnewsletter gehört immer auch eine Geschichte:

Der kleine Stern am Himmel und Weihnacht auf Erden

Neugierig sah der kleine Stern zur Erde hinab. Mancherorts war es trotz der dunklen Winterzeit sehr hell! Komisch! Der kleine Stern wunderte sich. “Das sind die Lichter der Städte”, sagten die anderen Sterne, “in der Weihnachtszeit ist es dort besonders hell; speziell in Gossau, wo alle Hausgiebel beleuchtet sind.”

“Bitte! Nimm mich mit hinunter zu den Wolken!”, bettelte der kleine Stern beim Wolkenmaler Petronius. “Das geht nicht”, wehrte Petronius ab“, auf der Erde haben die Sterne nichts zu suchen.”
“Ich will mir doch nur von den Wolken aus die Städte ansehen”, bettelte der kleine Stern. “Es ist zu gefährlich”, sagte Petronius.

Doch als der nächste Wolkentag kam, versteckte sich der kleine Stern heimlich in Petronius´ Mantelkragen. Immer wieder kratzte sich Petronius an Hals und Schultern, und der kleine Stern hatte Mühe, nicht entdeckt zu werden. Nun musste Petronius auf dem Weg zu den Wolken niesen, und der kleine Stern schaffte es nicht mehr, sich festzuhalten. Beim siebten “Haaatschiii!” purzelte er – schwups – von der Wolke. “Hiilfeeee!”, rief er. “Ich falleeee!”

Da sah Petronius, wie der kleine Stern durch die Lüfte abwärts auf Gossau zu sauste. “Dieser Lausestern hat also doch seinen Kopf durchgesetzt”, brummte er. Da! Gleich hatte der kleine Stern die Erde erreicht. Er blieb am höchsten Zipfel der grossen Weihnachtstanne vor der Kirche hängen. Ängstlich starrte er zu Petronius hinauf. “Ich wollte doch nur einmal ganz kurz…”

“Ooooh. Seht mal! Unsere Weihnachtstanne hat Besuch bekommen”, hörte er auf einmal eine Kinderstimme fröhlich rufen. “Ein Stern! Ein ganz heller Stern! Wie damals über der Krippe in Bethlehem!” ”Oh! Schön!” -“Ja, wunderschön!” – “Kommt alle her!” – “Ein Wunder!” – “Weihnachten ist in unsere Stadt gekommen!”

Der kleine Stern erschrak noch mehr. Er spähte zum Boden und blickte in viele Menschenaugen, die vor Freude strahlten. Da vergass der kleine Stern seine Angst und zaghaft blinkerte er den Menschen mit einem hellen Sternenblitz zu. “Ein Weihnachtswunder!”, staunten die Leute, und ein Kind rief: “Er lacht, der Stern!” Dann begann es vor Freude zu singen, und alle Leute stimmten mit ein: “Oh du fröhliche, oh du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit…” Schön klang das. Der kleine Stern freute sich so sehr, dass er noch heller leuchtete und mit seinen Zacken zwinkerte. Die Leute sangen noch viele Weihnachtslieder.

Auf einmal aber senkte sich eine Wolke über den Platz. Sie machte an der Tanne Halt und Petronius rief dem kleinen Stern zu: “Es wird Zeit zur Rückkehr! Komm!” “Schade!”, sagte der kleine Stern, und langsam zogen die beiden auf ihrer Wolke himmelwärts. Noch lange konnten sie den Gesang der Leute, die ihnen hinterher staunten, hören. Und noch lange würde niemand dieses Weihnachtswunder je vergessen.

Alois Schaller nach Elke Bräunling